Nebenwirkungen von Hyaluronsäure

Die Nebenwirkungen von Hyaluronsäure

Nebenwirkungen von HyaluronsäureWer sich für eine Behandlung mit Hyaluronsäure entscheidet, damit er  seine Falten und Unebenheiten im Gesicht weg bekommt, muss sich bewusst sein, dass es bei dieser Methode fast keine Nebenwirkungen oder Risiken gibt. Jedoch nur fast. Denn jeder Eingriff bzw. jede Behandlung hat mitunter Risiken und Nebenwirkungen. Selbst wenn sie nur theoretisch möglich sind und ganz selten auftreten, muss der behandelnde Arzt den Patienten darüber aufklären. Schlussendlich ist es möglich, dass Komplikationen auftreten, mit denen der Patient nicht gerechnet hat und eventuell in Panik ausbricht. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass die wohl größte Nebenwirkung bzw. Gefahr die Tatsache ist, dass der Mediziner – mit der Injektion – ein paar Blutgefäße verletzt und somit ein Hämatom bzw. ein blauer Fleck entsteht. Unangenehm wird es für den Patienten nur dann, wenn er eine allergische Reaktion – durch die Vergabe der Hyaluronsäure – erfährt. Jedoch sollten Personen, welche auf tierische Produkte allergisch sind, eventuell im Vorfeld einen Allergie-Test durchführen lassen bzw. sich für eine andere Methode – als jene mit Hyaluronsäure – entscheiden. Ansonsten gibt es im Regelfall jedoch keine Bedenken.

Fast keine Nebenwirkungen und Komplikationen

Auch wenn die Hyaluronsäure farblos ist, können nach der Verabreichung des Mittels Rötungen auf der Haut entstehen. Das liegt vor allem daran, weil in der Hyaluronsäure ein sehr geringer Säuregehalt vorhanden ist, der für eine sanfte Hautreizung verantwortlich ist. Ebenfalls sind Schwellungen möglich, die im Regelfall an der Einstichstelle auftreten bzw. im Areal rund um jene. Verwendet der Mediziner eine hohe Dosis von Hyaluronsäure, können unter anderem auch Dellen bzw. sogenannte „Knubbel“ auftreten. Behandelt werden Knubbel oder Dellen mit Hyaluronidase. Anders hingegen sind die Nebenwirkungen bei der Hyaluronsäure wenn sie zur Behandlung von Gelenken eingesetzt wird. Während die kosmetischen bzw. schönheitsmedizinischen Eingriffe im Endeffekt für fast keine Risiken und Nebenwirkungen sorgen, kann die Behandlung der Gelenke – mit der Hyaluronsäure sehr wohl „problematisch“ werden. Hier ist die Chance auf Nebenwirkungen deutlich erhöht und auch schmerzhafter bzw. unangenehmer. Vor allem liegt dies daran, da hier das Mittel direkt in das Gelenk verabreicht wird. Das bedeutet, dass vorwiegend ein Schmerz im Gelenk entsteht bzw. selbst eine Überreizung der Haut bzw. eine Überreaktion derselben stattfinden kann. Dieses Auftreten ist eine Nebenwirkung, die jedoch weder vom Patienten noch vom Arzt vermieden werden kann. Es ist sogar möglich, dass der Patient unter einer sogenannten Pseudo-Gicht leidet. Ebenfalls können Rötungen sowie Schwellungen am betroffenen Gelenk entstehen. Viele Patienten klagen, wenn etwa eine Art Pseudo-Gicht auftritt, nach der Behandlung über stärkere Schmerzen als zuvor. Aus diesem Grund wird die Hyaluronsäure nur selten bei derartigen Behandlungen verwendet und hat weiterhin ihre Berechtigung bei den Eingriffen im Bereich der Schönheitsmedizin bzw. Faltenbehandlung. Wohl auch deshalb, weil die Ergebnisse zufriedenstellend sind und die Nebenwirkungen – im Endeffekt – kaum bis gar nicht auftreten.

Hyaluronsäure in Gels und Salben

Somit erkennt man relativ schnell, dass die Nebenwirkungen sowie Risiken, wenn sich der Patient für die Hyaluronsäure entscheidet, relativ unterschiedlich sind und auch davon abhängen, für welchen Einsatz und aus welchem Grund die Hyaluronsäure verwendet wird. Genau deshalb ist es wichtig, dass der Patient ein umfangreiches Gespräch mit seinem behandelnden Arzt führt. Nur so können etwaige Fragen oder Ängste im Vorfeld ausgeschlossen bzw. beantwortet werden. Verwendet der Patient die Hyaluronsäure in einem Gel oder einer Creme, welche zur Anwendung kommt, gibt es ebenfalls keine oder nur sehr geringe Nebenwirkungen. Es ist möglich, dass die Salben oder Cremes eine allergische Reaktion auslösen. Vor allem deshalb, wenn der Patient auf tierische Produkte allergisch ist. Die Hyaluronsäure wird nämlich aus den Hahnenkämmen gewonnen, sodass hier möglicherweise eine allergische Reaktion auftreten könnte. Jedoch erkennt der Patient – beim Lesen der Inhaltsstoffe – ob eventuell welche in den Salben und Cremes vorhanden sind bzw. ob es möglich wäre, dass einer der Inhaltsstoffe eine allergische Reaktion auslösen könnte und kann diese – wenn die Gefahr besteht, dass eine allergische Reaktion ausgelöst wird – im Regal belassen. Schlussendlich gibt es dutzende Salben oder Gels, welche Hyaluronsäure mit verschiedenen weiteren Inhaltsstoffen anbieten. Ist der Patient jedoch nur ausschließlich auf die Hyaluronsäure allergisch, sollte er keine dementsprechenden Produkte auftragen. Ist bereits die allergische Reaktion eingetreten, sollte die Salbe oder Creme nicht mehr verwendet werden. Ebenfalls ist es ratsam, wenn mit dem behandelnden Arzt Rücksprache gehalten wird. Auch die Untersuchung von einem Dermatologen kann mitunter ratsam sein.

Die klassische Injektion

Bei der Gabe von Hyaluronsäure mittels Injektion, kann es – wie bei jeder anderen Unterspritzung – zu einer sehr leichten Blutung kommen. Das ist normal, wobei die Blutung sofort endet, wenn die Injektion verabreicht wurde. Vor allem ist es möglich, dass – wie bereits erwähnt – diverse Schwellungen und Rötungen auftreten. Vor allem können, im Bereich der Einstichstellen, immer wieder kleine Hämatome bzw. blaue Flecken auftreten. Vor allem dann, wenn der Patient dazu neigt, relativ schnell Hämatome zu bekommen. Wichtig ist, dass der Patient die betroffenen Stellen rechtzeitig kühlt und somit behandelt. Im Regelfall ist der Patient nach der Behandlung zu 100 Prozent gesellschaftsfähig. Aber nicht nur Salben und Cremes können eine allergische Reaktion auslösen. Hyaluronsäure kann auch – als Injektion – für eine allergische Reaktion sorgen.

Allergische Reaktionen durch die Hyaluronsäure

Im Endeffekt ist es egal, ob die Hyaluronsäure aus den Hahnenkämmen oder auch aus Rindernasenknorpeln bzw. Rinderaugen gewonnen wurde: Wer eine Allergie auf tierische Produkte hat, kann auch auf die Hyaluronsäure allergisch sein. Eine weitere Möglichkeit und Ursache der allergischen Reaktion ist die Tatsache, dass der Körper das Mittel als „fremd“ bezeichnet. Vor allem kann dies deshalb sein, da die Hyaluronsäure aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt bzw. ermöglicht wurde. Des Weiteren wird die Hyaluronsäure in den medizinischen Bereichen gereinigt. Hier kommen unterschiedliche Desinfektionsmittel zur Anwendung bzw. eine chemische Stabilisation. Auch wenn die Hyaluronsäure selbst bereits schon millionenfach verwendet wurde und fast immer vertragen wurde, können mitunter allergische Reaktionen auftreten. Dies aber deshalb, weil eine Vorreinigung bzw. viele Faktoren im Vorfeld zusammengespielt haben, sodass nicht immer die Hyaluronsäure selbst das Problem bzw. die Ursache für die allergische Reaktion ist. Vor allem entsteht die allergische Reaktion dann, wenn etwaige Fremdproteine enthalten sind. Vor allem lösen diese Fremdproteine mitunter eine sehr starke Reaktion des Immunsystems aus. Vor allem Personen, welche bereits über eine Allergie gegen Geflügelproteine verfügen bzw. auch auf gram-negative Bakterien allergisch reagieren, sollten daher nicht die Hyaluronsäure verwenden. Natürlich kann es auch „nur“ zu lokalen allergischen Reaktionen kommen. Das sind etwa starke Rötungen, Juckreiz sowie auch Schwellungen oder ein Ausschlag, der sich rund um die Stelle der Injektion bildet. Jedoch ist es möglich, dass auch stärkere Reaktionen – je nach Stärke der Allergie – auftreten. So kann der Patient unter einer geschwollenen Zunge, einem geschwollenen Rachen sowie auch an einer Schwellung im Gesicht leiden. Selbst die Lippen können von der Schwellung betroffen sein. Dies führt im Regelfall zu Atembeschwerden bzw. Atemnot. Ebenfalls kann der Patient unter Übelkeit leiden bzw. berichtet er immer wieder von einem „abgeschlagenen Gefühl“ bzw. „fühlt er sich krank“. Bei der Schwellung hingegen kann es vorkommen, dass der Patient den Eindruck bekommt, dass das Gel neben der zu behandelnden Falte liegt. Vor allem wird dieser Eindruck der falschen „Stelle“ dahingehend bestärkt bzw. intensiviert, da tatsächlich die Geometrie und das Gefühl bzw. die Gefühlslage des Patienten verschoben wurde.

Zwischen sanften Schmerzen und starken Schwellungen

Es gibt jedoch auch weitere, wenn auch nur selten auftretende, Nebenwirkungen, wenn der sogenannte Hyaluronsäure-Filler zur Anwendung gelangt. Der Filler ist nichts anderes als eine äußerst spitze Injektionsnadel. Mit dieser wird die Hyaluronsäure in Form eines Gels unter die Haut injiziert. Somit kann der Mediziner etwaige Blutgefäße oder auch Nerven verletzen. Natürlich – auch wenn der behandelnde Arzt weder Blutgefäße noch Nerven verletzt, berichtet der Patient immer wieder über ein sanftes Brennen. Viele beschreiben den Schmerz des Einstichs und der Verabreichung der Hyaluronsäure auch als Stechen bzw. Ziehen. Die Injektion selbst ist im Regelfall immer zu spüren. Verwendet der Mediziner lokale Anästhetika, wird sehr wohl der „Schmerz“ gelindert, wobei der Patient auch hier den Eingriff spürt. Nach der Injektion treten – ein paar Stunden später – Rötungen, sanfte Blutergüsse sowie Schmerzen. Diese Reaktionen können zwar als Nebenwirkungen gelten gelassen werden, jedoch sind sie relativ normal und eine „typische“ Begleiterscheinung der Behandlung. Ebenfalls ist ein kleiner Gefäßverschluss möglich. Dieser tritt dann ein, wenn der Arzt durch die Injektion ein Gefäß punktiert und gleichzeitig in jenes die Hyaluronsäure gespritzt hat. Die Folgen sind kompliziert bzw. hartnäckig. Hier kann etwa eine Gewebenekrose entstehen, sodass die betreffende Hautregion absterben kann. Ebenfalls kann dadurch eine permanente Narbe entstehen. Verzichtet der Patient in weiterer Folge auch auf eine ausreichende Hygiene, sind vor allem auch Infektionen im Bereich der Einstichstelle möglich. Es gibt auch Nebenwirkungen wie Komplikationen, welche auch erst nach ein paar Monaten auftreten können. Darunter zählen erneute Rötungen wie Schwellungen bei der Einstichstelle sowie auch eine Knotenbildung. Oftmals können sich auch Fisteln sowie Abszesse bilden. Diese Nebenwirkungen entstehen auf Grund den Fremdproteinen, die in der Hyaluronsäure enthalten sind. Auch eine Infektion kann derartige Probleme und Nebenwirkungen verursachen. Oftmals entsteht eine chronische Entzündung.

Das geringe Risiko und der vielversprechende Erfolg – der Grund für den Erfolg von Hyaluron

Hyaluronsäure hat viele Vorteile und wenig Nebenwirkungen bzw. ein geringes Risiko. Jedoch sollte der Patient in etwa wissen, welche Möglichkeiten bzw. Nebenwirkungen auftreten können. Verwendet der Arzt die Hyaluronsäure für ein Gelenk und injiziert dieses in die betroffene Stelle, können Hautausschläge sowie Juckreiz oder auch Muskelkrämpfe wie Ergussbildungen direkt am Gelenk entstehen. Diese Nebenwirkungen werden in die Kategorie „selten“ eingeordnet. „Sehr selten“ hingegen sind allergische Reaktionen bzw. ein allergischer Schock, ein Bluterguss im Gelenk selbst sowie auch Entzündungen der Blutgefäße. Ebenfalls kann eine Blutvergiftung auftreten sowie eine entzündliche Reaktion, welche als „schwer akut“ eingestuft werden muss. Sehr selten klagt der Patient auch über Schnupfen sowie eine Gelenksteife. Ebenfalls sehr selten tritt eine Sehnenscheidenentzündung sowie eine Schleimbeutelentzündung auf. Auch zu den sehr seltenen Nebenwirkungen zählen Fieber als auch Muskelschmerzen. Weitere Nebenwirkungen sind diverse Begleiterscheinungen direkt am Ort der Behandlung. Das bedeutet, dass der Patient sofort nach der Behandlung unter Schmerzen leidet, eine Rötung wie Schwellung auftritt bzw. dem Patienten „heiß“ ist. Wird die Hyaluronsäure in Augentropfen verwendet, ist es möglich, dass es eine Überempfindlichkeitsreaktion gibt. Diese äußert sich dahingehend, dass der Patient ein brennendes Auge hat bzw. der Tränenfluss angeregt wird.

Fazit

Natürlich bietet die Hyaluronsäure einen Volumisierungseffekt. Dieser wird dadurch erreicht, da die Hyaluronsäure die Gewebeschichten aneinander drückt. Somit ist es möglich, dass die feinen Gefäße komprimieren bzw. verletzt werden. In weiterer Folge ist der venöse Blutabfluss gestört. Auch der Lymphdurchfluss wird durch diese Konstellation behindert. Des Weiteren kann die Hyaluronsäure auch den Abbau von Blutergüssen bzw. Hämatomen behindern und sorgt dafür, dass es eine Verschiebung der Flüssigkeit kommt. Jedoch sind diese Nebenwirkungen davon abhängig, wie hoch die Hyaluronsäure dosiert wurde bzw. ob und welche Traumatisierung vorliegt. Es dauert in etwa zwei Wochen, bis alle Gewebeflüssigkeiten wieder ohne Probleme durch die Bahnen fließen können. Auch wenn die Hyaluronsäure nicht ganz frei von Nebenwirkungen und Komplikationen ist (auch wenn viele nur theoretisch möglich sind), gilt der Wirkstoff als äußerst beliebte Methode, damit Falten entfernt bzw. unterspritzt werden können. Vorwiegend steht der Erfolg über den Risiken, sodass auch in Zukunft die Hyaluronsäure in der Schönheitsmedizin bzw. Kosmetik ein brandaktuelles Thema ist.

 

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